Skip to main content

Binare Optionen Ladder Questions


Daher moechte ich Ihnen meinerseits den Titel von Settembrini di Novertes Einlassung in Erinnerung rufen: Es ist die Systemfrage, Dummerchen. sagen und damit bemänteln, dass man das gleiche meint und außer der Kapitalanlyse gar keine Systemtheorie hat. Tyler hält den Menschen für schlecht und das nicht erst seit der Erfindung des Kapitalismus, weswegen er auch nicht so verrückt ist, die Abschaffung des Kapitals zu fordern. Er versucht sich dem einfach so gut er kann zu entziehen und es ist wohl klar, dass das nicht für alle ist, dass die Menge einfach ihren Gewohnheiten folgt. Nur meiner verwunderung darüber ausdrücken, dass einfach gestrickte Leute einfach gestrickten Leuten vorwerfen, einfach gestrickt zu sein. und missnutzt, von Menschen bevölkert, weiterentwickelt, verbogen, verändert, an ihre Interessen angepasst.


ist mit Radio Eriwan abschliessend beantwortet: Im Kapitalismus wird der Mensch durch den Menschen ausgebeutet, im Kommunismus ist es umgekehrt. Wer die Systemfrage stellt, drückt sich aus Gedankenarmut, Unwillen oder Bequemlichkeit vor der Erkenntnis, dass es in jedem System noch immer derselbe Mensch ist, die im Sozialismus versuchte Umerziehung zum Neuen Menschen darf ja wohl als krachend gescheitert gelten. die, wie man es mit welchen Massnahmen schafft, die angeborene Neigung des Menschen in Grenzen zu halten, sich die Welt zu ihrem ganz persönlichen Vorteil zurechzubiegen. Zu dem Thema habe ich von Marxisten seit Marx noch niemals irgend etwas Brauchbares gelesen, sie scheinen sich mit dieser Frage noch nicht einmal zu beschäftigen, seitdem sie entschieden haben, dass mit der Abschaffung des Kapitalismus automatisch, umstandslos und umgehend das Paradies ausbricht.


Wer die Systemfrage stellt, ist mit freundlichem Verlaub ein Dummkopf. Er vermeidet konsequent das Nachdenken über das Leben und Zusammenleben des real existierenden Menschen. die Systemfrager halten sich selbst für besonders tiefschürfend.


Ach, Sie nun wieder. Mit der schlichten Einsicht, dass der Mensch halt ist und bleibt wie er ist, hätte man überspitzt gesagt auch auf den Bäumen sitzenbleiben können. außer zu dem Behuf, sich selber als der große Durchblicker hinzustellen und die anderen in die Idiotenecke. Instrumentarium hatte er unstrittige Verdienste, aber als Handlungsanweisung taugt diese Lehre eher wenig. Ich bedanke mich fuer Ihre Antwort. Ich bin neu hier in diesem Forum, die Gepflogenheiten sind mir daher noch nicht vertaut, und jener Herr Binsack ist mir nicht bekannt.


Forist zu sein, der ausser mir selbst auch schon einmal Marx gelesen hat? Forum offenbar vorherrscht, denn angeblich steckt hinter jeder FAZ doch ein kluger Kopf. darf man aber erwarten, dass Sie zumindest wissen, wovon sie reden, und kennen, was sie kritisieren.


Ich moechte mich also noch einmal kurz erklaeren. an, die mich ueberhaupt erst bewogen hat, Ihnen zu antwortworten. Die selbe Formulierung findet sich bereits bei Hegel, in der Vorrede zur Phaenomenologie des Geistes.


aus systematischen, oder nur aus polemischen Gruenden zitiert. Jedenfalls scheint er nahezulegen, dass man das Kapital als historisches Subjekt im Sinne Hegels verstehen kann. Das heisst aber umgekehrt auch, dass man Hegels Geist als das deuten kann, was Marx Kapital nennt. Analyse als eine radikale Historisierung von Hegels Geistbegriff lesen.


Tasaechlich ist das Kapital in Marxens Analyse nichts Substazielles, was man gar sehen, oder anfassen koennte. wie Marx schreibt, naemlich als Ware, und als Geld, wobei letzteres eigentlich auch eine Ware ist, diejenige naemlich, deren einziger Gebrauchswert darin besteht, gegen alle anderen Waren jederzeit austauschbar zu sein. also mit einer Analyse der Ware. Waren hat es freilich immer schon gegeben, wie Ihr Beispiel vom aeltesten Gewerbe zeigt.


Neu ist hier allenfalls, dass die Warenproduktion niemals zuvor und nirgendwo sonst die dominierende Form menschlicher Produktion gewesen ist. Im voll entfalteten Kapitalismus werden nahezu alle Erzeugnisse menschlicher Arbeit als Waren produziert. Sehen Sie sich einmal bei sich zu Hause, oder in ihrem Buereau um, oder in den Spiegel! Was sehen Sie da? Waren, und einen Angestellten!


ist eine Ware ein konkretes, speziefisches Ding, dass aufgrund seiner besonderen Eigenschaften seine individuellen Beduerfnisse zu befriedigen vermag. Der Freier moechte halt auch mal was vom Leben haben, raus aus der Routine seines Familienalltags und der Enge seines Angestelltendaseins, und so weiter. Nur deshalb kann die Ware andrerseits fuer den Produzenten Tauschwert sein. Man kann die Romantik dann als eine vom Standpunkt des Gebrauchswerts lancierte Kritik der Tauschwertseite der modernen Gesellschaft deuten, und den Rationalismus im weiteren Sinne als die dem entegegngesetzte Operation, und doch zugleich einsehen, dass beide Haltungen in ihrer Einseitigkeit Produkte der selben entfremdeten Verhaeltnisse sind. Mann hat das im Zauberberg ja schon zum Ausdruck gebracht. Er hat, ganz romantisch, zunaechst nur dessen Gebrauchswertseite gesehen, sein befreindes Potential, etc.


Jetzt wiederum sieht er ebenso einseitig nur noch dessen dunkle Tauschwertseite. Jetzt muss ich es gar mit Dreien zugleich aufnehmen. nicht, nur seinen Kommentar. Inwiefern ich den als konservativ bezeichne, habe ich in meiner Antwort erklaert. in globalem Masstab in eine ausserst prekaere Situation hineinmanoevriert.


Diese Einschaetzung muss man freilich nicht teilen. sondern versuchen, die Umrisse einer hier in Vergessenheit geratenen Methode, oder Erklaerung anzudeuten. Erklaerungen sind auf Abstraktion und Vereinfachung angewiesen. Waeren sie ebenso komplex und konkret wie das, was sie erklaeren, braeuchte man sie nicht. Sie waeren dann bloss Abbild, nicht Erklaerung. Sie sollten dazu dienen, einzusehen, dass das Internet weder nur Licht, noch nur Schatten ist, sonder sowohl das eine wie das andere, und dass unsere gesellschaftliche Praxis darueber entscheidet, was es fuer uns ist.


Etwas aehnliches laesst sich vom Kapitalismus sagen, den nur zu verteufeln sehr unmarxistisch waere. Es ist der Kapitalismus, der, wie vieles andere, erst das Internet und liberale Freiheitsbegriffe moeglich macht, bzw. Staatskapitalismus inbegriffen, meine Herren! Das Internet ist nur das juengste Beispiel dafuer. Ich habe das Gefuehl, hier in eine Art geschlossene Gesellschaft eingedrungen zu sein. lieber Bosque Cimera, mein Kommentar mit der Idiotenecke bezog sich auf Thorsten Haupts.


Dachte nicht, dass Sie das auf sich beziehen würden. Es ist zwar so, dass etliche hier in der Runde schon länger miteinander zu tun haben, aber wenn ich das Gefühl hätte, diese Gesellschaft sei so geschlossen, dass jeder Neue gleich weggebissen wird, würde ich da schon versuchen zu intervenieren. Es geht halt manchmal ziemlich direkt zu, aber doch selten so ruppig, dass ich mich zu Ordnungsrufen genötigt sähe. Ich fürchte, Ihr vorletzter Kommentar ist umfangmäßig in den Drehzahlbegrenzer reingerauscht. völlig unabhängig davon, ob ich mir das dann zu eigen machen kann oder nicht.


Ich bedanke mich fuer den Zuspruch. Mein angekuendigter Abgang haette in der Tat mimosenhafter nicht sein koennen. Eigentlich habe ich eine Ausflucht gesucht, mich wieder meiner verdinglichten Arbeit zuzuwenden, die mir gerade zum Hals raushaengt, und vor der ich in dieses Forum gefluechtet bin. Das Internet ist troz allem noch immer eine grosse Versuchung. Mein marxologischer Sermon oben ist tatsaechlich etwas aus der Facon geraten.


Das ist, worauf ich eigentlich auch hinaus wollte, nur lyrischer. Die wirklich schwierige Frage ist, was das eigentlich heisst. Darauf weiss ich die Antwort auch nicht. Im fahlen Licht der Kristallkugel meiner politischen Intuition fuerchte ich aber, dass eher frueher als spaeter die Zeit kommt, da wir eine Antwort haben muessen. Die andere Seite bereitet sich schon darauf vor, allerorten, mit offenen Augen und Ohren, und mit geschlossenem Visir.


TH ist nicht dämlich, also meint er es auch nicht so. Da trifft sich der Konservative mit dem Anarchisten. Wenn wer einen anderen Vorschlag hat, dann bin ich gerne gereit zu lernen, aber der Mensch ist nun mal leiedr in erster Linie dumm und habgierig. Und ich meine ALLE, auch mich!


Ich kenn mich vielleicht ein wenig besser als manch anderer sich. Ich warte immer noch auf eine positive Antwort. politisch möglichen Mitteln gegen die reale Machtverteilung auf der Welt tun könnte. Die Datendsammlerei ist da und es gibt NICHTS was man dagegen tun kann.


Forist zu sein, der ausser mir selbst auch schon einmal Marx gelesen hat? dann sind sie hier schlicht und einfach falsch. nach solchen Sätzen hölr ich grundsätzlich auf zu lesen, weil mir meine Zeit für alberne Menschen zu schade ist. Was bilden sie Komiker sich eigentlich ein wo sie hier sind?


Zu bösen wie zu guten. kein Wunder, dass es nur noch so wenig Marxisten gibt. Inwieweit uns das bei der konkreten Frage weiterhilft, was gegen die massenhafte Überwachung getan werden kann, verstehe ich allerdings absolut nicht.


selbstverständlich stehen Marx, Engels und Lenin bei mir gelesen im Bücherschrank.